Wir füttern unsere Lieblinge mit Fleisch von Nutztieren... Dass diese Tiere ein gutes Leben und einen sanften Tod hatten, ist leider die Ausnahme!

Dieses Thema beschäftigt mich schon lange und blieb bis jetzt ungelöst. Diesen Herbst 2015 gaben unsere Nachbarn ein (BIO-) Rind zur Schlachtung. Das Rind brach aus dem Schlachthof aus und wurde erst durch mehrere Schüsse der Polizei getötet. Vom Leid des Tieres und seiner geschockten Besitzer ganz zu Schweigen, war sein Fleisch für den menschlichen Genuss nicht mehr geeignet...

Vor ein paar Jahren las ich das Buch von Ernst Hermann Maier " Der Rinderflüsterer".

Darin beschreibt E.H. Maier sein Leben und seinen Kampf um eine Tierhaltung und vor allen Dingen auch Schlachtung seiner Tiere, die sich kompromisslos an den Bedürfnissen der Tiere orientiert.

Herr Maier praktiziert, wie inzwischen auch ein paar wenige Andere den Kugelschuss (mit Schalldämpfer) zur Betäubung des Tieres auf der Weide. Danach wird das betäubte Tier z.B. in einer mobilen Schlachtbox ausgeblutet und darin zum Schlachthof transportiert. Kein Leid, keine Angst, kein Stress auch nicht für die anderen Tiere der Herde. Bis er das durfte vergingen viele Jahre mit vielen Kämpfen. Fast hätte er seinen Hof verloren!

Wer kann denn ernsthaft etwas gegen eine humane Schlachtung haben, mag man denken. Aber leider ist es so: Die Bauern und Metzger, die diese Art der Schlachtung praktizieren wollen, weil sie die grausame Behandlung ihrer Tiere in den Schlachthöfen satt haben, kämpfen gegen Mauern an.

Mit fadenscheinigen Ausreden wird den Tieren ein sanfter Tod und uns Menschen  hochwertiges Fleisch von Stress- und Angstfrei geschlachteten Tieren verweigert. Und was noch viel bedenklicher ist: Uns wird verweigert uns im Umgang mit unseren Mitgeschöpfen, als würdevolle und edle Menschen zu zeigen, die unseres Schöpfers würdig sind.

Und das, obwohl die EU diese Art der Schlachtung und den Transport des Tierkörpers in einer mobilen Schlachtbox längst genehmigt hat.

Es scheint, dass da finanzielle Interessen sind, die dagegen stehen. Und auch der eine oder andere, der aus Prinzip Gutes verhindert, oder " Am Flackern erkennt man das kleine Licht" , wie Prof. Wassermann aus Kiel immer sagt.

Sie können helfen: Wir brauchen eine Riesenlobby. URIA hat momentan ca. 850 Mitglieder. Mit 100'000 Mitgliedern und durch deren Mitgliedsbeiträge von 5 Euro pro Monat und Mitglied würde URIA in der Lage sein, Klagen zu führen, um denen zu helfen, die Ihre Tiere nicht nur gut halten, sondern ihnen auch einen Angst- und Stressfreien Tod sichern wollen. Denn: Was nützt BIO Fleisch und Haltung, wenn der Tod im Schlachthaus voller Angst und Stress ist. Denn auch BIO-Tiere kommen in dieselben Schlachthäuser, wie alle anderen. Wussten Sie das? 

Bei uns im Allgäu ist die Infrastruktur schon da: Der Landwirt und seine Mobile Schlachtbox (MSB), der Jäger, der die Kugelschussbetäubung auf der Weide aus Überzeugung von der Sache durchführen will, der Metzger, der den Tierkörper transportiert, die Tierärztinnen im Schlachthof, der Gastronom, der das ganze Fleisch in seinem 5Sterne-Betrieb verwerten will, Sie und ich, die wenn schon, solches Fleisch essen wollen, der Landwirt, der die Knochen des so getöteten Tieres zur Bodenbearbeitung als Knochenmehl braucht, und ich, die aus dem Restfleisch hochwertiges Futter für unsere Hunde und Katzen herstellen will!

(Inzwischen stelle ich Leckerlis her aus Restfleisch von Rindern, Schafen, Lämmern und Ziegen, die am Hof human geschlachtet wurden. Bei Interesse einfach bei mir melden.)

Übrigens: Auch Vegetarier/ Veganer sind Mitglieder, denn auch und gerade ihnen liegt viel am Tierwohl und auch sie besitzen Hunde und Katzen.

UND wir waren da und haben Herrn Maier und seine 300 Tiere besucht! Es war unbeschreiblich beeindruckend schön!

Der Flyer von URIA mit freundlicher Genehmigung von URIA . Herunterladen unter uria.de oder anfordern unter info@uria.de oder unter

URIA e.V., Dorfstr.42

72336 Balingen- Ostdorf